Als Internationaler Rat des Mütterbundes bestehen wir seit dem 8. September 2022. Unsere Arbeit wird langsam Wirklichkeit und findet ihren Platz in den Herzen der Mütter in den verschiedenen Regionen. Im Folgenden erzähle ich Euch eine Anekdote, die konkret zeigt, wie geografische Grenzen verschwinden und die Herzen sich bewegen, um den Schwestern im Bündnis zu helfen, dank der Existenz der Internationalen Konföderation. Es ist eine Art, das Motto „Wir gehen mit dem anderen, im anderen, für den anderen…“ zu verwirklichen.
Ende Dezember 2024 erhielt ich eine WhatsApp-Nachricht von unserer internationalen Stellvertreterin Matilde di Battista aus Argentinien. Matilde bat mich, die Möglichkeit zu prüfen, Kontakt zu Müttern in Costa Rica aufzunehmen. Sie erzählte mir von der Sorge und der Angst einer Mitgliedsmutter aus ihrem Land – Leo –, die erfahren hatte, dass ihr Sohn Tomy, der an einem Strand in Costa Rica wohnt, gerade notoperiert worden war wegen einer sehr schweren Bauchfellentzündung. Sie hatte keine Informationen über ihn, wusste nicht, an wen sie sich wenden sollte, und konnte nicht nach Costa Rica reisen. Sie begann zu beten und erinnerte sich daran, dass wir in Costa Rica einen ersten kurs des Mütterbundes haben. „Aber in Costa Rica haben wir doch Schwestern!! An sie könnte ich mich wenden!!“ (sie bezieht sich auf den Mütterbund). Vielleicht könnte eine Mutter ihn anrufen, ihm zu verstehen geben, dass er nicht allein ist, dass es in einem Notfall oder bei Bedarf jemanden gibt, an den er sich wenden kann. Ich kontaktierte schnell Anabelle González vom 1. Kurs in Costa Rica, die sich die Sorge dieser Mutter zu eigen machte. Sie rief ihn an und sagte: „Leo, ich stehe dir zur Verfügung.“ Und von diesem Moment an hielten sie ständigen Kontakt. Am nächsten Morgen ging sie ins Krankenhaus, um Informationen über Tomy einzuholen, die Besuchszeiten zu erfragen, sprach mit ihm per Handy, stellte sich vor und bot jede notwendige Hilfe an. Sie besuchte ihn, kümmerte sich darum, ihm einige Dinge zu kaufen, die er brauchte, und beruhigte Leo, indem sie ihm ein Foto von sich und Tomy im Krankenhaus schickte.
„Tomy erholt sich gerade, er wird gut versorgt, (…) bekommt noch ausschließlich Flüssigkeit. Aber gut, das beruhigt mich. Ich weiß, dass jemand ganz in der Nähe ist… Freunde müssen von weit her kommen… Ohne die Internationale wäre das nicht möglich gewesen. Es ist gut, die Verbindungen zu pflegen und das zu leben, was wir so oft sagen: ‚ein Liebensineinander und miteinander…‘ Das hat Anabelle getan: Kaum hattest du es ihr gesagt, da erhielt mein Sohn drei Minuten später eine Nachricht: ‚Ich stehe dir zur Verfügung‘, und ich eine ähnliche, bedingungslos.“
Tommy erholte sich und kehrte an den Strand zurück. Anabelle und Leo stehen bis heute in ständigem Kontakt. Sie lernten sich im September 2025 in Costa Rica persönlich kennen.
Cecilia Brunner
Ratsmitglied des Internationalen Rates
Internationale Schönstatt-Mütter-Bund
März 2026
Übersetzung: Rosemarie Bohrer
